Es gibt Entwicklungen, die begrüße ich – Ich freue mich seit Jahren über Email als Kommunikationsmittel, Das Internet an sich als Wissensdatenbank, ja sogar über SMS als alternative für Telefonanrufe, die ich sowieso nicht mag. Skype ist auch ganz praktisch, ebenso ähnliche Dienste wie Ventrilo, Teamspeak und Co, auch wenn ich nur selten mit anderen Menschen online spreche, auch wenn das nur daran liegt, dass ich nur wenige Menschen kenne, die sowas überhaupt machen.
Dann kamen noch “Kommunikationsplattformen” wie Facebook, Myspace und MeinVZ dazu – sicher, ich hab einen Account, und nutze den wie auch meine Blogs dazu, um dort meine Meinung zu irgendwelchen Dingen abzugeben, wissenswerte Dinge aus meinem Leben zu veröffentlichen und um schlicht und einfach zu wissen, was denn wer von meinen Bekannten gerade so macht…. Wem sowas nicht gefällt, der muss ja nicht mitmachen oder kann einfach “weglesen”.
Ich habe auch seit Jahren einen Twitter- Account, und mal ehrlich – WOZU ist Twitter denn bitteschön gut? Was twittern, tweeten oder retweeten denn die Leute? Wozu – und warum über ein so begrenztes Medium, von dem noch nicht mal die Entwickler in der Lage sind, einen Sinn anzugeben? Sicher, in meinem Trillian hab ich auch Twitter integriert und folge so einzelnen Personen (Hauptsächlich Wrestlern und Podcastern), aber es interessiert mich schlicht und einfach nicht…
Die Kommunikation hat sich in den Jahren, in denen ich damit umgehe, eigentlich komplett gewandelt – früher war es noch normal, wenn man mal mit jemandem sprechen wollte, dass es schon mal 2 tage gedauert hat, bis es funktioniert hat. Man hatte telefonisch nur eine Chance, wenn man so um die Abendessenzeit angerufen hat, weil wir als Kinder draußen noch kein Handy mit hatten – und wenn der andere am Abend unterwegs war, dann gabs eben kein Gespräch. Früher bin ich auch noch mal eben 500 Meter den Hügel hochgelaufen, um meinen Freund zu sehen und dann war er doch nicht zu Hause… und wer eine geschäftliche Transaktion durchführen wollte, der hat z.B. per Post etwas bestellt und dann auf der Bank per Erlagschein bezahlt… nichts mit Internetbestellung und gleichzeitigem E- Banking…. Nicht, dass ich diese Neuerungen schlecht finde, aber sie tragen dazu bei einen Lebenswandel zu gestalten, der keine Pausen zu lässt. Früher war es normal, dass Menschen noch warten konnten – heutzutage tun sie das nicht. Da wird sich geärgert, wenn jemand die Mailbox an oder das Handy aus hat, oder mal einen Abend seine Emails nicht checkt…
Manchmal frage ich mich, wo das alles hinführt, und da ich leider immer einen Blick auf die neue Technik habe, habe ich Angst… denn das hier, war erst der Anfang der Veränderungen in unserem Leben.
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